Eine mögliche Kostenkalkulation ist die Deckungsbeitragsrechnung. Bei dieser Kalkulationsart werden die Fixkosten des Unternehmens als ein Kostenberg dargestellt, welcher immer vorhanden sind. Diesen Kostenberg muss gedeckt werden, was über den Deckungsbeitrag geschehen sollte. Aber was ist der Deckungsbeitrag?

Wenn der Preis größer ist als die variablen Kosten, so kommt es beim Verkauf einem Restbetrag. Dieser Betrag, bezahlt erst die Fixkosten ab und ist danach Gewinn für das Unternehmen. Der Vorteil dieser Rechnungsart ist, dass die Fixkosten von den variablen Kosten getrennt sind. Der Stückdeckungsbeitrag kann somit besser von Verlustprodukten (negativer Stückdeckungsbeitrag) unterscheiden als die Vollkostenrechnung.

Für verschiedene Situationen, bieten sich verschiedene Rechnungen an, die zwar alle den Deckungsbeitrag berechnen, aber verschiedene Ansätze und Blickwinkel haben. Hier die kurze Übersicht mit den Formelzeichen und Rechnungen:

Den (absoluten) Stückdeckungsbeitrag (db) kennt Ihr schon von. Die Formel sieht folgendermaßen aus:

Wenn wir den gesamten (absoluten) Deckungsbeitrag für eine Produktart haben wollen, so multipliziert man den Stückdeckungsbeitrag mit der Umsatzmenge:

Wenn wir durch eine Stückzahl limitiert sind, so wollen wir die Produkte vertreiben, die den größten Deckungsbeitrag haben, um aus der Menge das meiste Geld zu holen. Wenn ein Limit Geld ist, so wollen wir das Produkt vertreiben, welches den höchsten relativen Deckungsbeitrag hat um aus dem Geld, welches wir erhalten, so viel wie möglich uns gehört.

Außerdem gibt es noch weitere Deckungsbeiträge, die je nach Betrachtungspunkt sich unterscheiden (Land, Region, Auftrag, Kundengruppe …) alle aufzuzählen ergibt kein Sinn, da die Berechnungsart immer einer der oben gennannten Rechnungen ähnelt und die Anzahl der Gesichtspunkte riesig ist und eigentlich aus der Aufgabenstellung hervorgeht.

Bisher haben wir die Fixkosten als ein Block betrachtet, das wird einstufige Deckungsbeitragsrechnung genannt. Wird dieser Fixkostenbetrag vom Gesamtdeckungsbeitrag abgezogen, so ergibt es das Betriebsergebnis. Die Fixkosten können aber auch feiner aufgeteilt werden um mehr über den unübersichtlichen Fixkostenberg zu erfahren. Eine mögliche Aufteilung der Fixkosten wäre: Erzeugnisfixkosten (Fixkosten, die nur zum Herstellen des Produktes anfallen), Erzeugnisgruppenfixkosten (alle Erzeugnisfixkosten einer Produktgruppe zusammengerechnet) und Unternehmensfixkosten (der unübersichtliche Fixkostenberg (alle Fixkosten))