Erfassung von Kosten

Kosten fallen überall im Unternehmen an. Diese sauber zu erfassen benötigt die Strukturierung nach Produktionsverfahren (Materialkosten, Personalkosten, Fremdleistungskosten, Betriebsmittelkosten und Abgaben)

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Die verschiedenen Materialkosten (Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe) werden dabei verschieden zugeordnet. Die Preisberechnung ist trotzdem bei allen gleich:

Materialkosten=Verbrauchsmenge*Preis

Bei den Rohstoffen ist die Definition, dass der Stoff als Hauptbestandteil in das Produkt eingehen muss (Holz bei einer Schreinerei, Stoff in einer Schneiderei, Milch bei Käsereien …). Diese Kosten lassen sich den Einzelkosten zurechnen.
Bei Hilfsstoffen geht das Stoff zwar in das Produkt ein, hat in dem Produkt aber nur eine untergeordnete Rolle (Leim bei einer Schreinerei, Knöpfe bei einer Schreinerei …). Die Zurechenbarkeit liegt hier bei den unechten Gemeinkosten.
Die Betriebsstoffe sind per Definition unabdingbar, sind aber nicht in dem Produkt vorhanden (Schmier- und Kühlmittel der Maschinen …) Sie sind daher Gemeinkosten, ob es aber echte oder unechte sind, müssen je nach Fall selbst entschieden werden.

Wenn die Personalkosten erfasst werden sollen, kann in 3 Kategorien unterschieden werden:

  1. Periodische Lohn- und Gehaltsabrechnung
  2. Aperiodische Sonderzahlungen
  3. Kalkulatorischer Unternehmerlohn

Bei der periodischen Lohn- und Gehaltsabrechnung wird zwischen Gehältern und Löhnen unterschieden. Die Gehälter auch Gemeinkostenlöhne sind ein fixer Betrag pro Zeiteinheit, werden in einer Kostenstelle erfasst und dann auf die Kostenträger verteilt. Bei den Löhnen, welche auch Einzelkostenlöhne genannt werden ist ein Lohn nach erbrachter Leistung gemeint und daher variabel. Ein Lohn kann einem Kostenträger direkt zugeordnet werden.
Die aperiodische Sonderzahlung ist, wie sie selbst schon von sich sagt, eine Sonderzahlung die außerhalb der 12 regulären Monatsgehälter liegt. Gute Beispiele für das aperiodische Sondergehalt ist ein 13. Monatsgehalt, Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.
Der Kalkulatorische Unternehmerlohn, dient dem Einzelunternehmer/Personengesellschaften nur bei der Preisermittlung. Er kann auch nicht „ausgezahlt“ werden, da es in einem Monat schlechter lief.

Die Dienstleistungskosten und Öffentlichen Abgaben werden über eingehende Rechnung oder Bescheid erfasst.

Betriebsmittelkosten werden schon in der Abschreibung erfasst und müssen daher nicht doppelt erfasst werden.