Belege und Geschäftsfälle hängen ganz nah miteinander zusammen, daher besprechen wir beides in diesem Artikel.

Geschäftsfälle

Die Dokumentation von Geschäftsfälle ist (wie wir seit dem letzten Artikel wissen) eine wichtige Aufgabe der Finanzbuchhaltung. Doch was genau ist ein Geschäftsfall?
Ein Geschäftsfall ist ein Vorgang der entweder …

… die Vermögens- und Schuldwerte in einem Unternehmen verändert.
… zu Geldeinnahmen oder Geldausgaben führt.
… einen Wertverzehr oder Wertzuwachs darstellt.

Immer wenn ein Geschäftsfall auftritt, wird und muss er erfasst werden. Die Erfassung jedes Geschäftsfalles erfolgt über einen Beleg.

Belege

Was alle Geschäftsfälle vereint ist, dass für jeden Geschäftsfall ein Beleg entsteht. Belege kennen wir aus dem Supermarkt, wenn wir nach dem einkauf einen kleinen Zettel in die Hand gedrückt bekommen, auf dem steht, was wir gekauft haben. Dieser Beleg gilt als Nachweis in der Buchführung, dass es zu einem Geschäftsfall kam und wir die Produkte wirklich gekauft haben. Daher kommt auch das Sprichwort „Keine Buchung ohne Beleg!“.
Ohne den Beleg und der Buchung wird die Dokumentation in einem Unternehmen nicht umgesetzt, daher bekommt man den Kassenbeleg auch immer so auf das Auge gedrückt um dieser Tätigkeit nachzukommen. Inzwischen gibt es die ganzen Geschäftsfälle auch in digitaler Form, beim Online-Banking oder beim shoppen auf E-Bay und Amazon. Die Geschäftsfälle und Belege sehen aber trotzdem identisch aus.

Belege fallen überall an, wo ein Unternehmen Geld bezahlt. Zur Orientierung haben wir euch folgende Skizze erstellt:

Wo kommt es zu Geschäftsfällen (Grafik)
Hier kommt es überall zu Geschäftsfällen

Der Staat möchte von fast jedem Unternehmen Steuern. Viele kennen von Kassenbelegen sicher die Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer. Die Kassenbelege sehen auch fast alle gleich aus, das hat damit zu tun, dass es gesetzliche Grundlagen für die Finanzbuchhaltung gibt. Diese stellen wir euch in dem nächsten Kapitel vor.