Allgemeines

Jedes Thema hat seine eigene Sprache, die Fachbegriffe aus der Welt der Kommunikationssysteme wird einigen aufgrund der sehr sprechenden Namen ein Begriff sein, trotzdem wollen wir die wichtigsten Begrifflichkeiten klären um in den folgenden Artikeln gut verstanden zu werden.

Der erste Begriff ist Host,was sich auf „Gastgeber“ übersetzen lässt, was seiner Tätigkeit als Endstelle im Netzwerk, welche Dienste bereitstellt (das versorgen vieler Gäste) sehr nahe ist. Wichtig zu wissen ist, dass ein Host leitet seine Gäste nicht weiterleitet, also Keine Routing Eigenschaften hat.

Unser nächster Begriff lautet Client. Ein Client ist ein Endgerät, welches Dienste und Daten in einem Netz anfordert. Bei Mehrspieler Handyspielen gibt es oft die Hostfunktion, über diese Funktion wird ein Netzwerk unter allen Mitspielern aufgebaut um das Spiel miteinander zu spielen. Die Mitspieler sind dann alle Clients bei dem Host. Der Host dagegen ist das Gegenstück und wird Server genannt. Ein Server ist ein Computer, der Hardware und Software in einem Netzwerk bereitstellt und die Zugriffsrechte verwaltet. Daher kommt auch der Begriff Client-Server-Architektur, er beschreibt Kommunikation zwischen einigen Servern und vielen Client.

Ein Router kennen die meisten Menschen als Box die W-LAN ausspuckt. Das ist leider falsch. Ein Router ist ein Gerät, welches den Datenpaketen (Übertragungseinheit mit Sender- und Empfängeradresse sowie einigen Zusatzfunktionen wie Fehlerkorrektur) im Netz den Weg (die Route) zeigt. Diese Tätigkeit wird Routing genannt. Ein Router beachtet dabei mehrere Kriterien um die ideale Strecke an jedem Knoten (einer Verzweigung im Netz) zu wählen. Die Knoten treten an Verteilerstellen im Netz auf, um ein Knoten sein zu können benötigt man mehrere Ports (meist physische Anbindung für Kabel um eine Verbindung zu erstellen). Router kann man als die Navigationssysteme unseres Internets sehen.

Das Gateway ist eine Schnittstelle zwischen 2 verschiedenen Netzwerken. Ein Gateway sorgt für die korrekte Umwandlung in das jeweilige Protokoll das in diesem Netzwerk gilt. Ein Protokoll beschreibt den Ablauf der Kommunikation in einem Netzwerk. Jede OSI Schicht hat sein eigenes Übertragungsprotokoll.

Wenn einige Computer zusammen in einem logischen Subnetz sind, wird dieser Verwaltungsbereich Domäne genannt. Domänen sind damit eine Verwaltungseinheit dieser Rechner.

Ein weiterer Begriff ist Ressource. Eine Ressource kann von Speicher zu Server bis hin zu Druckern sein. Alles was in einem Netzwerk eine Dienstleistung bereitstellt ist eine Ressource.

Um Daten versenden zu können müssen sie in einen bestimmten Rahmen (Frame) gepackt werden, dieser umfasst wichtige Daten wie die Sender- und Empfängeradresse, Prüfsummen, Kontrollsequenzen und vieles mehr. Ein Frame kann ganze Datenpakete mit anderen Frames enthalten (Tunneling). Sendet man viele Datenpakete, die alle eine logische Verbindung haben, so nennt man das dann Datenstrom.

Das waren die allgemeinen Begriffe zum Thema Netzwerk. Jetzt kommen wir zu Begriffen, welche mehr mit der Kommunikation zu tun haben.

Kommunikation

Wenn der Weg zu in einem Netz zu der nächsten Adresse nicht bekannt ist, gibt es die Option des Broadcasts. Ein Broadcast verteilt die Information an alle angeschlossenen Ports um so irgendwie den gewünschten Partner zu treffen. Ein Variante mit weniger Kollateralschäden (Traffic) ist das Multicast, welches ausschließlich an eine definierte Gruppe sendet.


Unidirektionale Verbindungen können nur in eine Richtung senden oder empfangen. Die Weiterentwicklung ist dann die bidirektionale Verbindung, welche Informationen in beide „Richtungen“ verarbeiten kann. Mit den bidirektionalen Verbindungen kommen die Begriffe Downlink / Downstream (Wie schnell bekomme ich Daten aus dem Netz?) und Uplink / Upstream (Wie schnell bekomme ich daten in das Netz?). Außerdem wird unterscheidet man zwischen symmetrischer und asymmetrischer Übertragung. Folgendes Bild erklärt:

Und dann gibt es noch die Regelung, wer wann senden auf welchen Kanälen senden darf. Dort gibt es 3 Stufen (folgendes Beispiel ist bewusst provokativ):

  1. Frau zu Mann (Simplex) – Einer sendet immer und einer hört immer zu
  2. Mann zu Mann (Halbduplex) – Einer sendet bis er fertig ist, der andere hört solange zu. Danach wechseln der Sender und der Empfänger ihre Rollen.
  3. Frau zu Frau (Vollduplex) – Beide senden und empfangen gleichzeitig … Multitasking eben 😉