In den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung wird die Vollständigkeit und Richtigkeit des Bestandes als wichtiger Grundsatz gesehen und auch das Gesetzt fordert uns zur korrekten Dokumentation. Genau dafür gibt es die Inventur. Inventur ist die Bestandsaufnahme aller mengen- und wertmäßigen Vermögens- und Schuldenstellen in einem Unternehmen zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt. Mit der Inventur werden Werte aus der Buchhaltung (Sollwerte) mit den Werten aus der Realität (Istwerte) verglichen und bei Abweichung korrigiert. Es gibt 3 Gründe weshalb ein Unternehmen Inventur macht:

  1. Ein Unternehmen wird gegründet oder übernommen
  2. Ein Unternehmen wird aufgelöst oder veräußert
  3. Es ist das Ende des Geschäftsjahres

Jetzt kann noch unterschieden wie das Unternehmen Inventur macht und dann sind wir schon im nächsten Kapitel dem Inventar.

Die körperliche Inventur umfasst die mengenmäßige Aufnahme aller Vermögensgegenstände. Die Bestimmung des Wertes erfolgt mittels zählen, wiegen, messen und schätzen. Am Ende wird der Wert aller Vermögensgegenstände in Euro angegeben.

Bei der Beleg- und Buchinventur werden alle Vermögens- und Schuldwerte anhand aller buchhalterischen Aufzeichnungen (Belege) erfasst und zusammengerechnet.

Die Stichtagsinventur, Verlegte Inventur und Permanente Inventur geben an wann die Inventur zeitlich abläuft. So ist bei der Stichtagsinventur ein Zeitfenster von 10 Tagen um den Stichtag, während bei der verlegten Inventur der Zeitraum von 3 Monate vor dem Stichtag bis 2 Monate nach dem Stichtag geht. Dieses große Zeitfenster bei der verlegten Inventur, führt dazu, dass die Werte auf den Stichtag fort bzw. zurückgeschrieben werden müssen. Bei der permanenten Inventur, kann zu jedem Zeitpunkt ein Inventar erstellt werden (Richtig High-Tech (; ).