Die Organisation und Verzweigung ist in der Programmierung ein essentieller Indikator für ein gelungenes Programm. Schleifen sind hierbei unumgänglich, da das Programm durch Schleifen besser auf bestimmte Situationen reagieren kann und wiederkehrende Aufgaben lassen sich leichter strukturieren. Durch Anfangs festgelegte Bedingungen kann das Programm automatisiert und völlig selbständig entscheiden, wie es auf ständig ändernde Bedingungen reagieren soll. Hierbei werden Kontrollstrukturen angewendet. Im Nachfolgenden wird auf die einzelnen Kontrollstrukturen in Java genauer eingegangen:

Verzweigung:

if (Bedingung)

{

// Programmblock in dieser Bedingung

}

Else

{

//Programmblock, wenn Bedingung nicht eintritt

}

Verschachtelung:

if (Bedingung1)

{

// Programmblock in Bedingung1

            if (Bedingung2)

            {

            // Programmblock in Bedingung2

            }

            else

            {

            //Programmblock, wenn Bedingung2 nicht eintritt

            }

}

else

{

//Programmblock, wenn Bedingung1 nicht eintritt

}

Nun bist du schon fast bereit dein erstes eigenes Programm zu schreiben. Mit dem Kapitel „Primitive Datentypen“ und diesem Kapitel „Schleifen in Java“ kannst du nun schon rechnen und den mit ausgebenen Werten Bedingungen aufstellen für die weitere Verarbeitung dieser erhaltenen Werte. Es gibt aber nicht nur If-Kontrollstrukturen in Java, sondern noch viele weitere Kontrollstrukturen, die alle für bestimmte Funktionen geeignet sind. Die wichtigesten Kontrollstrukturen sind hierbei Switch-Case und die kopfgesteuerte While und die fußgesteuerte do-While. Das hört sich natürlich jetzt ziemlich kompliziert an, aber wir werden versuchen dir in den Kapiteln „Kopfgesteuerte Schleifen in Java“, „Fußgesteuerte Schleifen in Java“ und “Switch-Case in Java“ den Nutzen und die sachgerechte Benutzung Schritt für Schritt beibringen. Für dein erstes Programm benötigen wir diese Art von Kontrollstrukturen aber noch nicht. Wir werden nun versuchen ein Programm zu erstellen, dass dir ausgibt wie viele Lösungen eine quadratische Gleichung hat. Was wir hierfür benötigen ist die Mitternachtsformel. Für den ersten Schritt reicht aber der Radikant der Mitternachtsformel um die Anzahl der Lösungen auf der Konsole auszugeben.

Aufgabe: Wie viele Lösungen hat folgende quadratische Gleichung?

F(x) =4x2+6x+1 = 0

Informationen für diese Aufgabe:

            Die Normalform einer quadratischen Gleichung lautet:

            ax2 + bx + c = 0.

            Die Mitternachtsformel lautet:

            X1/X2 = (-b +- (b2 – 4ac)1/2 )/ (2a)

            Der Radikant bestimmt wie viele Lösungen die quadratische Gleichung hat:

            Radikant = b2 -4ac

            Wenn der Radikant:

  • =0 –> Gleichung hat eine Lösung.
  • >0 –> Gleichung hat zwei Lösungen.
  • <0 –> Gleichung hat keine Lösung.

Einen Lösungsvorschlag findest du auf der Seite „Aufgaben für die Java Programmierung „